Ausgangslage

Im luzernischen Seetal, mitten in Hitzkirch, steht ein Betrieb, der das lokale Auto-Business seit Jahrzehnten prägt: Auto Leisibach — Ford-, Citroën- und Skoda-Vertretung, Werkstatt, Karosserie, Lackiererei, Reifen, Waschanlage. „Alles unter einem Dach“, so das Motto. Ein Dach, das inzwischen auch eine Photovoltaik-Anlage trägt. Und darunter: ein Betrieb, dessen Energieprofil sich in den letzten Jahren spürbar verändert hat. Elektrische Ladestationen für Kundenfahrzeuge, moderne Hebebühnen, Druckluft, Waschstrasse, Lackierkabine — alles Verbraucher, die zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedlich hart am Netzanschluss ziehen.

Die Herausforderung

Das Autohaus wandelt sich, weil die Autos sich wandeln. Immer mehr Kunden erwarten eine schnelle Zwischenladung, während ihr Wagen in der Werkstatt steht.

Neue Werkstattausrüstung braucht neue Anschlussleistung. Und die eigene PV-Anlage liefert genau dann am meisten Solarstrom, wenn die Werkstatt gerade Mittagspause macht. Zwei Probleme wurden dadurch akut. Erstens: Lastspitzen, die den Leistungstarif teuer machen — jedes Kilowatt zusätzlich zur bereits gebuchten Maximalleistung schlägt aufs Jahresergebnis. Zweitens: PV-Erträge, die zu Zeiten anfallen, in denen sie nicht vollständig verbraucht werden können — und die für die aktuelle Rückvergütung kaum noch etwas einbringen.

Die Lösung

Verbaut wurde eine Alpvolt AC-Powerbox mit 261 kWh Kapazität und 125 kW Leistung. Realisiert wurde die Anlage vom regionalen Installationspartner Müller Elektro unter der Leitung von Patrick B. 

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Die Steuerung übernimmt die Cloud-EMS-Plattform Eniris (SmartgridOne Cloud). Sie orchestriert PV-Anlage, Speicher und Ladeinfrastruktur markenagnostisch — behält den Lastgang der Garage in Echtzeit im Blick und entscheidet, wann geladen, wann entladen und wann ins Netz eingespeist wird. 

Das Ergebnis ist eine Anlage, die zwei Anwendungen parallel bedient. Über Mittag speichert die Powerbox den Solar-Überschuss statt ihn zu verschenken. Bei Lastspitzen — etwa wenn Hebebühne, Kompressor und ein Schnelllader gleichzeitig laufen — speist sie zusätzliche Leistung ins Werkstattnetz, damit der Bezug aus dem öffentlichen Netz seinen bereits gebuchten Leistungswert nicht überschreitet.

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Die Resultate

Die Anlage ist seit August 2026 in Betrieb. Belastbare Betriebszahlen — reduzierte Leistungsspitzen in kW, gesparte CHF pro Jahr im Leistungstarif, gestiegene Eigenverbrauchsquote, CO₂-Einsparung — folgen nach dem ersten vollen Betriebsjahr.