Alpvolt Hybrid in Stans
In Stans zeigt sich eindrücklich, wie moderne Energiesysteme bereits heute eingesetzt werden – auch wenn sie wirtschaftlich noch nicht in jedem Fall vollständig ausgeschöpft sind. Landwirt Ruedi O. aus Stans setzt auf eine zukunftsorientierte Lösung und hat auf seinem Hof einen leistungsstarken Batteriespeicher installiert.
Starke Kombination aus Photovoltaik und Speicher
Die bestehende Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 53 kWp produziert jährlich rund 44 MWh Strom. Dem gegenüber steht ein Stromverbrauch von etwa 26 MWh. Vor der Installation des Speichers konnten jedoch lediglich rund 9 MWh direkt im Betrieb genutzt werden – der Rest wurde ins Netz eingespeist.
Mit der Powerbox Hybrid von Alpvolt ändert sich dieses Bild deutlich.
Der Speicher ermöglicht es, überschüssigen Solarstrom zwischenzuspeichern und auch in den Abend- und Nachtstunden zu nutzen. Dadurch steigt der Eigenverbrauch deutlich – ein zentraler Faktor für eine effiziente und nachhaltige Energieversorgung.
Noch nicht wirtschaftlich – aber strategisch sinnvoll
Aufgrund des aktuell vergleichsweise niedrigen Stromverbrauchs ist der Batteriespeicher derzeit noch nicht wirtschaftlich. Doch Ruedi denkt weiter: In Zukunft soll auch das Wohnhaus an das System angeschlossen werden. Zudem bietet der Standort im Dorf zusätzliche Perspektiven, die viele andere landwirtschaftliche Betriebe nicht haben.
Der Speicher ist somit eine Investition in die Zukunft – mit Blick auf steigende Energiepreise, neue Nutzungsmöglichkeiten und die fortschreitende Elektrifizierung.
Technische Weitsicht bei der Umsetzung
Für die Umsetzung und Inbetriebnahme war unser Partner SyEnergy AG verantwortlich. Dabei wurde nicht nur der aktuelle Bedarf berücksichtigt, sondern auch zukünftige Entwicklungen eingeplant.
So wurde bei der Erneuerung der Elektrohauptverteilung bereits an Erweiterungen wie Batterieintegration, E-Mobilität und einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) gedacht. Auch bei der Aussenaufstellung des Speichers wurde sorgfältig geplant: Die Ausrichtung der Lüfter wurde bewusst so gewählt, dass keine Lärmemissionen in Richtung der nahegelegenen Wohnhäuser entstehen.
Versorgungssicherheit durch flexible Lösungen
Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit der Notstromversorgung: Dank integriertem Generatoranschluss kann die Batterie bei Bedarf über einen Zapfwellengenerator geladen werden – beispielsweise bei längeren Schlechtwetterperioden ohne ausreichende Sonneneinstrahlung, oder falls wirklich mal Strom ausfällt.
Wirtschaftlichkeit im Wandel
Die Preise für Batteriespeicher sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Je nach Ausgangslage kann heute bereits ein Payback von 3 bis 5 Jahren erreicht werden. Systeme wie die Alpvolt-Batterie bieten mit integriertem Energiemanagementsystem (EMS) alle Funktionen, die für einen wirtschaftlichen Betrieb notwendig sind – darunter Eigenverbrauchsoptimierung, Peak Shaving und die Möglichkeit zur Teilnahme an Regelenergiemärkten. Auch der integrierte Brandschutz sorgt für zusätzliche Sicherheit.
Fazit
Das Projekt Pulverturm zeigt, dass Batteriespeicher weit mehr sind als eine kurzfristige Wirtschaftlichkeitsrechnung. Sie sind ein strategisches Instrument für mehr Unabhängigkeit, Flexibilität und Nachhaltigkeit. Mit Weitblick geplant und umgesetzt, schaffen sie die Grundlage für die Energieversorgung von morgen – mitten in einem Betrieb, der nicht nur Energie, sondern auch Schnittblumen für die Region liefert.

SHARE