Damit genau das auch in der dunklen Jahreszeit gelingt, haben wir bei Alpvolt eine durchdachte Lösung entwickelt, die deinen Speicher gesund, stabil und korrekt angezeigt hält.
Unsere Alpvolt-Speicher nutzen LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat). Diese sind sehr sicher, langlebig und ideal für Solaranlagen.
Sie haben jedoch eine wichtige Besonderheit:
Der Ladezustand (State of Charge, SOC) lässt sich bei LFP-Batterien nicht direkt messen.
Die Batteriespannung bleibt über einen grossen Ladebereich nahezu gleich – unabhängig davon, ob der Speicher halb voll oder fast leer ist. Deshalb kann das System den Ladezustand nicht einfach „ablesen“, sondern muss ihn berechnen.
Die meisten Systeme verwenden das sogenannte Coulomb Counting. Dabei zählt das System mit, wie viel Energie (in kWh) in den Speicher hinein- und wieder hinausfliesst.
Diese Methode funktioniert zuverlässig, solange der Speicher regelmässig klare Referenzpunkte erhält, insbesondere einen eindeutig erkannten „voll“-Zustand.
Wird ein Speicher über längere Zeit nicht vollständig geladen, summieren sich kleine Messabweichungen.
Die Ladezustandsanzeige driftet langsam weg von der Realität.
Das bedeutet: Der Speicher glaubt, er habe noch mehr Energie zur Verfügung, als tatsächlich vorhanden ist.
Ein typisches Beispiel aus der Praxis:
Für den Nutzer sieht alles normal aus. Technisch ist der Speicher jedoch fast leer.
Sobald der reale Ladezustand sehr niedrig ist, greift das interne Batterie-Management-System (BMS) ein, um eine Tiefentladung zu verhindern.
Dabei kann es zu folgendem Verhalten kommen:
Das eigentliche Problem entsteht dadurch, dass der Wechselrichter aufgrund der falschen SOC-Anzeige weiterhin davon ausgeht, dass ausreichend Energie vorhanden ist.
Nach Ende der Schutzphase versucht der Wechselrichter erneut, die Batterie zu nutzen. Dadurch fällt die Batterie sofort wieder unter die Schutzschwelle, und das BMS greift erneut ein.
Es entsteht ein Zyklus aus:
Das Resultat sind instabiler Betrieb, sichtbare Lastspitzen und Unsicherheit beim Kunden – obwohl die Batterie technisch in Ordnung ist.
Damit der Ladezustand wieder zuverlässig stimmt, benötigt das System regelmässig einen echten Referenzpunkt.
Dieser Referenzpunkt wird durch eine vollständige Vollladung auf 100 % hergestellt. Dabei erkennt das System eindeutig, was „voll“ bedeutet, und setzt die SOC-Berechnung neu.
Diese Kalibrierung ist:
Im Winter scheint weniger Sonne, und der Speicher wird häufig nur teilweise geladen.
Klare 100-%-Zustände treten seltener auf, wodurch SOC-Drift besonders häufig entsteht.
Genau deshalb ist eine gezielte Kalibrierung vor allem zwischen Herbst und Frühling entscheidend.
Um diese Effekte zuverlässig zu vermeiden, haben wir bei Alpvolt eine eigene Softwarelösung entwickelt.
Die automatische Kalibrierung ist saisonal aktiv:
In diesem Zeitraum:
So erhält das System regelmässig einen sauberen „Full“-Referenzpunkt.
Die SOC-Anzeige bleibt plausibel, und das Zusammenspiel zwischen Batterie und Wechselrichter läuft stabil – ohne wiederkehrende Schutzzyklen oder Lastspitzen.
Nein. Die Kalibrierladung ist praktisch kostenneutral*.
Der geladene Strom:
Beispiel:
Der Strom wird also nicht zusätzlich verbraucht, sondern lediglich zeitlich verschoben.
Du kannst den Speicher selbst kalibrieren, indem du ihn alle 2 bis 4 Wochen einmal vollständig auf 100 % laden lässt.
Unsere Software übernimmt die Kalibrierung automatisch.
Dafür benötigen wir:
Danach läuft alles im Hintergrund.
Für Kunden, die ihren Alpvolt-Speicher zusammen mit einem Deye-Wechselrichter direkt bei uns gekauft haben, ist die Software kostenfrei enthalten.
Für externe Anlagen oder nicht bei Alpvolt gekaufte Systeme stellen wir die Software für einen einmaligen Unkostenbeitrag von CHF 99 zur Verfügung. Damit decken wir Einrichtung, Systemanbindung sowie laufenden Betrieb und Support ab.
LFP-Speicher berechnen ihren Ladezustand, sie messen ihn nicht direkt.
Ohne regelmässige Kalibrierung kann die Anzeige deutlich von der Realität abweichen.
Ein falsch berechneter SOC kann Schutzzyklen und Lastspitzen auslösen.
Eine vollständige Vollladung setzt den SOC wieder korrekt zurück.
Im Winter ist das besonders wichtig.
Alpvolt übernimmt diese Kalibrierung auf Wunsch automatisch zwischen Ende Oktober und Anfang März.
Wenn dein Speicher im Winter ungewöhnliche Prozentwerte anzeigt oder sich unerwartet verhält, ist das in den meisten Fällen kein Defekt.
Es handelt sich um einen fehlenden oder verschobenen SOC-Referenzpunkt.
Mit regelmässiger Kalibrierung – manuell oder automatisch – bleibt dein Alpvolt-Speicher stabil, korrekt angezeigt und zuverlässig, auch in der dunklen Jahreszeit.
*) Bei leistungsbasierter Abrechnung können geringe Zusatzkosten entstehen.
Du kannst uns eine maximale Ladeleistung (kW) vorgeben, um Leistungsspitzen zu vermeiden.